Freitag, 30. Oktober 2015

Review Hundesymposium Berlin 2015


Vergangenes Wochenende fand das zweite Hundesymposium Berlin statt. Veranstalter waren wieder Thomas und Ina Baumann, die sich für den Themenschwerpunkt Aggressionsverhalten entschieden haben. Insgesamt fanden sich 10 Referenten aus Wissenschaft und Praxis am Müggelsee ein, um sich dem immer wieder brisanten und emotionalem Thema zu widmen.


Zu diesem Symposium hatte mich das Interesse Udo Gansloßer einmal "live zu erleben" gelockt, dessen Texte und Aufsätze ich immer wieder gerne lese, um neue Denkanstöße zu bekommen. Neben ihm, fanden weitere gute Vorträge statt, zum Beispiel zeigte Frau Angelika Lanzerath das Herdenschutzhund nicht gleich Herdenschutzhund ist und räumte mit gängigen Vorurteilen auf. 

Herr Kurt Kortschal stellte Ergebnisse des Wolfsforschungszentrums in Ernstbrunn/Österreich vor und gab wider der gängigen Meinung zu Bedenken das Wölfe eventuell eher die friedlicheren Vettern der Hunde seien.


Dennoch muss ich sagen, dass mich der Vortrag "Neurobiologische Grundlagen von Aggression" von Robert Mehl mehr als nur gefallen hat. Er hat es verstanden sich auf das Publikum einzulassen, die wichtigsten psychologische und neurologischen Prinzipien bei der Entstehung von Aggression erklärt, um dann ein integrativen Therapieansatz vorzustellen. Die Quintessenz, die sich für mich ergab, war dass man bei Problemverhalten nicht nur an einem Schräubchen drehen muss um das System wieder in gute Bahnen zu lenken, sondern dass der Trainingsansatz auf mehreren Pfeilern gleichzeitig stattfinden muss.


Das Symposium rundete Thomas Baumann mit einigen Falldarstellungen von "schwierigen Hunden" ab und zeigte dass Aggressionsverhalten nicht nur biologisch gesehen "normal", sondern auch in vielen Fällen konstruktiv ist.


Mir haben die insgesamt 2 1/2 Tage sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es nächste Jahr ein drittes Hundesymposium in Berlin geben wird.


Dienstag, 11. August 2015

Warum ich keine Hundeflüsterin bin



Ab und zu werde ich scherzhaft gefragt: "Du bist also eine Hundeflüsterin?". Auch wenn dies meist mit einem Augenzwinkern gesagt wird, ist es mir dennoch wichtig mich von diesem Begriff abzugrenzen.

Weshalb?

Für mich impliziert der Begriff "Hundeflüstern" etwas mystisches, nicht greifbares.  Es gaukelt meines Erachtens sogar vor, man spräche mit dem Hund in einer besonderen Sprache (Die Sprache des Hundes?) und nach diesem "Gespräch" sind die Probleme, der Hunde  oder eher die des Menschen, nicht mehr da. Man merkt schon, dass hier etwas hinken muss.

Hundetraining ist für mich nichts mystisches, es ist erlernbar und wie Viviane Theby gerne sagt:
"Training ist ein Handwerk."  
Ein Hundetrainer sollte in einem Gespräch mit den Besitzern und eventuell bei Beobachtungen erkennen, weshalb der Hund sich wie verhält und wie man sein Verhalten verändern beziehungsweise beeinflussen kann. Viele Verhaltensmuster sind erlernt und können mit Hilfe der richtigen Bestätigung umgelernt werden. 

Natürlich ist die Beziehung zum Menschen und auch dessen Einstellung zum Hund wichtig, da Hunde keine reinen Reiz-Reaktion-Maschinen sind. Dennoch kommuniziere ich mit Hunden nicht auf einer Metaebene, die für Menschen nicht nachvollziehbar ist, sondern versuche mit Futter und/ oder Spiel erwünschtes Verhalten zu verstärken. Zweifellos spielt die Körpersprache (die übrigens auch durch Gedanken beeinflusst wird) eine Rolle in der Kommunikation mit dem Hund und man sollte diese nutzen. Wie bestimmte Bewegungen und Körperhaltungen auf den Hund wirken ist erklärbar und somit erlernbar. Das ganze benötigt nur ein wenig Übung.

Also vertrauen Sie auf sich und ihre Fähigkeiten und unter guter Anleitung können auch Sie ganz bald "Hundeflüstern"...



Mittwoch, 8. April 2015

Vorstellung

Hallo, ich heiße Jasmin Goldschmidt, erblickte 1985 die Welt, kam 2006 nach Berlin, studierte und arbeitete als Sozialarbeiterin.  Schon damals widmete ich meine  freie Zeit gerne unseren vierbeinigen Gefährten.

Ich absolvierte nebenberuflich die Ausbildung zur Hundererzieherin und Verhaltensberarterin (IHK/BHV) und wagte 2014, nachdem ich schon einige Jahre nebenberuflich als Hundetrainerin tätig war, den Schritt in die Selbständigkeit mit einer Hunschule sowie einem Gassiservice.

Worum soll es auf diesem Blog nun gehen?
Natürlich um Hunde. Diese Seite soll eine Ergänzung zu meiner Website www.Hundebotschaft.de sein. Ihr habt hier die Möglichkeit mich näher kennen zu lernen und mehr über Trainingsmethoden, Literatur, Seminare etc. zu erfahren.

Viel Spaß beim schmökern!