Dienstag, 11. August 2015

Warum ich keine Hundeflüsterin bin



Ab und zu werde ich scherzhaft gefragt: "Du bist also eine Hundeflüsterin?". Auch wenn dies meist mit einem Augenzwinkern gesagt wird, ist es mir dennoch wichtig mich von diesem Begriff abzugrenzen.

Weshalb?

Für mich impliziert der Begriff "Hundeflüstern" etwas mystisches, nicht greifbares.  Es gaukelt meines Erachtens sogar vor, man spräche mit dem Hund in einer besonderen Sprache (Die Sprache des Hundes?) und nach diesem "Gespräch" sind die Probleme, der Hunde  oder eher die des Menschen, nicht mehr da. Man merkt schon, dass hier etwas hinken muss.

Hundetraining ist für mich nichts mystisches, es ist erlernbar und wie Viviane Theby gerne sagt:
"Training ist ein Handwerk."  
Ein Hundetrainer sollte in einem Gespräch mit den Besitzern und eventuell bei Beobachtungen erkennen, weshalb der Hund sich wie verhält und wie man sein Verhalten verändern beziehungsweise beeinflussen kann. Viele Verhaltensmuster sind erlernt und können mit Hilfe der richtigen Bestätigung umgelernt werden. 

Natürlich ist die Beziehung zum Menschen und auch dessen Einstellung zum Hund wichtig, da Hunde keine reinen Reiz-Reaktion-Maschinen sind. Dennoch kommuniziere ich mit Hunden nicht auf einer Metaebene, die für Menschen nicht nachvollziehbar ist, sondern versuche mit Futter und/ oder Spiel erwünschtes Verhalten zu verstärken. Zweifellos spielt die Körpersprache (die übrigens auch durch Gedanken beeinflusst wird) eine Rolle in der Kommunikation mit dem Hund und man sollte diese nutzen. Wie bestimmte Bewegungen und Körperhaltungen auf den Hund wirken ist erklärbar und somit erlernbar. Das ganze benötigt nur ein wenig Übung.

Also vertrauen Sie auf sich und ihre Fähigkeiten und unter guter Anleitung können auch Sie ganz bald "Hundeflüstern"...